ZUCHT

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Aufzucht in sicherer Umgebung

Die Paarungszeit, jagdlich Brunftzeit genannt, beginnt Ende September und dauert fünf bis sechs Wochen.

Kennzeichnend für den Platzhirsch ist, dass er weibliche Tiere, die sich vom Rudel entfernen häufig wieder zurücktreibt. Vom Zuchthirsch ist das brunfttypische Röhren besonders häufig zu hören.

Damit es für die weiblichen Tiere in der Brunftzeit ruhiger ist habe ich eigens ein Gatter angelegt, in welches nur die Tiere gelangen können.

Grundsätzlich übernimmt der Platzhirsch jedoch keine Führungsrolle im Brunftrudel. Er hält sich lediglich im Umfeld eines Kahlwildrudels auf, das nach wie vor seinem Leittier folgt.

Die Tragzeit befruchteter weiblicher Rothirsche beträgt etwa 230 Tage.

Die sogenannte „Setzzeit“, Geburt des Kalbes, ist im Farmwildgatter von Mitte Mai bis Ende Juni. In der Regel kommt nur ein Kalb pro Tier zur Welt. Zur Geburt ziehen sich die Muttertiere zurück, wobei der Nachwuchs vom Vorjahr aggressiv vertrieben wird. Die Jungtiere können wenige Stunden nach der Geburt bereits stehen und dem Muttertier auch langsam folgen. Sie weisen eine typische Jugendfleckung auf, bei der sich weiße Flecken vom ansonsten rötlich-braunen Haarkleid abheben. Diese Fleckung wirkt tarnend, da ruhig liegende Kälber sich optisch gegenüber ihrer Umgebung auflösen.

Zu den angeborenen Verhaltensweisen der jungen Kälber zählt es, dass sie nach dem Säugen der Mutter nicht folgen, sondern regungslos in zusammengerollter Haltung auf dem Erdboden verharren. Die Kälber ziehen sich wenige Stunden nach der Geburt in den eigens errichteten Kälberschlupf zurück.

Erst wenn das Kalb einige Tage alt ist und dem Muttertier problemlos folgen kann, schließt sich das Muttertier mit dem Kalb wieder dem Kahlwildrudel an.

 

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